Nachdem ich im August 2018 in Mombach das Naturdenkmal „Quellgebiet mit Baumgruppen“ gefunden hatte, wusste ich gleich: Beim nächsten Dreck-Weg-Tag geht es für mich hier hin.

Obwohl lange geplant, habe ich die Anmeldefrist für den Dreck-Weg-Tag der Stadt Mainz verpasst. Ich konnte mich aber auch verspätet noch anmelden. Beim Abholen des Materials war ich naiv, und glaubte, dass zwei Müllsäcke ausreichen würden. Glücklicherweise wurde mir in der Ortsverwaltung noch ein weiterer der orangen Müllsäcke mitgegeben.

Um kurz vor 10 Uhr habe ich angefangen, das etwa 4 Hektar große Gebiet von Müll zu befreien. Schon nach kurzer Zeit habe ich gemerkt, dass ich entweder die Größe der Müllsäcke überschätzt oder den Verschmutzungsgrad unterschätzt hatte. Wahrscheinlich sogar beides.

Es ist erstaunlich, was Menschen alles in einem geschützten Gebiet hinterlassen. Zigarettenstummel landen achtlos auf dem Waldboden, aber auch ein kaputter Klappstuhl wurde im Gebüsch entsorgt. Dazu waren etliche Glasflaschen im gesamten Gebiet verteilt.

Das Ergebnis des Dreck-Weg-Tages.

Insgesamt sind die drei Säcke gut voll geworden, aber es kam noch einiges hinzu, was nicht mehr reingepasst hat.

Bringt das überhaupt was?

Gegen Ende hatte ich noch ein Gespräch mit einem der Anwohner. Dabei wurde einem leider wieder klar, dass der Dreck-Weg-Tag nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist. Denn schon in wenigen Wochen wird es wieder so aussehen, wie es vorher aussah.

Klar: Nur wenn sich alle am Schutz und Erhalt der Natur beteiligen (und sei es auch nur, indem man sie nicht zumüllt), kann diese ein angenehmer Ort bleiben. Und auch wenn ich leider davon ausgehen muss, dass mein heutiges Engagement keine langfristige Wirkung haben wird, bin ich sicher: Nichts tun macht die Welt auch nicht besser.