Am 05. Mai hatte die Grüne Ortsgruppe Mombach eine Führung durch das Naturschutzgebiet Mainzer Sand angeboten. Bei dieser Veranstaltung ging es primär um die einzigartige Pflanzenwelt. Aber auch die Ausbaupläne der A643 wurden thematisiert.

Für den „Star“ der Führung fand diese gerade noch rechtzeitig statt. Die Blütezeit des Frühlings-Adonisröschens ist im April, während der Führung waren nur noch wenige blühende Exemplare zu sehen. Der Mainzer Sand ist die westlichste Ecke, auf der diese stark gefährdete Pflanze noch wächst.

Adonis-Röschen, gelbe Bütenblätter
Adonisröschen

Neben dem bekannten Adonisröschen gibt es jedoch auch andere (teilweise gefährdete) Pflanzen, die in diesem Gebiet vorkommen. Die Führung hat den Blick geschärft für viele unscheinbare Pflanzen, die man sonst schnell übersehen hätte.

Dazu gehört unter anderem das Kegel-Leimkraut (ebenfalls stark gefährdet), welches man aufgrund der Größe sehr schnell übersieht.

Kegel-Leimkraut, rosa Blüten
Kegel-Leimkraut
großes Windröschen, weiße Blüten
Großes Windröschen

Dieses europaweit einmalige Naturschutzgebiet ist diversen Gefahren ausgesetzt. Die hier vorkommenden Pflanzen benötigen nährstoffarmen Boden. Durch Abgase und Hunde-Hinterlassenschaften wird der Boden jedoch mit Nährstoffen angereichert, was zur Verdrängung durch andere Pflanzen beiträgt. Auch eine Verbreiterung der Autobahn auf sechs Spuren und meterhohen Lärmschutzwänden würde den Mainzer Sand noch weiter zerstören.

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