Die Anreise
Was verspricht den Komfort eines InterCity, ist aber ungefähr so bequem wie eine voll besetzte S-Bahn und so sauber wie eine S-Bahn nach einem Fußballspiel?
Das neue Angebot der Bahn, der IC Bus, konnte zumindest mit Pünktlichkeit (und zumindest über rund ein Viertel der Strecke mit WLAN) überzeugen. Glücklicherweise hatte ich rund 5 Euro bereits in Tschechischen Kronen dabei, sodass auch die Fahrt vom Bahnhof zur Messe kein Problem darstellte.

Die Arbeit
Nachdem ich bereits bei den letzten Treffen immer im Bereich der Essensausgabe mitgeholfen habe, wollte ich diesmal was anderes machen und bekam auch was anderes. Diesmal sollte ich in einer der Gemeinden bei der Betreuung einer zur Gemeinschaftsunterkunft umfunktionierten Turnhalle mithelfen. Die Schlüsselübergabe gestaltete sich problematisch, da der Hausmeister nur tschechisch spricht. Nach einem weiteren übersetzten Telefonat mit dem Hausmeister war dann auch die Aktivierung und Deaktivierung der Alarmanlage kein Problem mehr. Vor dem Treffen musste die Beschilderung erfolgen, am Ankunftstag musste der Weg vom über Nacht gefallenen Schnee freigemacht werden, die Ankommenden wurden teilweise in Gastfamilien aufgeteilt, teilweise blieben sie in der Turnhalle. Während des Treffens war der Schließdienst Hauptaufgabe.

Die Unterkunft
Die beiden Nächte, bevor das Treffen begann, durfte ich bei einer Gastfamilie unterkommen, welche mich auch zum Mittagessen an Neujahr eingeladen hat. Meine Gastfamilie konnte dabei viele Anekdoten von Taizé erzählen, da sie bereits öfters in dem kleinen Dorf in Burgund waren. Während des Treffens ging es für mich in die Turnhalle.

Der Nahverkehr
Ich habe natürlich ganz genau darauf geachtet, auch ja den vorgegebenen Weg zu benutzen und keinesfalls eine Abkürzung zu nehmen. Nunja, fast. Da ich den Schlüssel zur Unterkunft hatte und nicht wollte, dass Menschen bei den niedrigen Temperaturen warten mussten, habe ich die Abkürzung genommen, die meine Gastfamilie mir verraten hat.

Momente, die bleiben
Schöne Erinnerungen gab es zu diesem Jahreswechsel viele. Die meisten hatten mit Schnee zu tun. Am ersten Tag des europäischen Jugendtreffens habe ich aus dem Fenster einer dicke Schneedecke gesehen und in der Nacht des Jahreswechsels gab es eine Schneeballschlacht.
Eine ganz besondere Freude war dann noch der Brief von der Gruppe aus Portugal, der ein paar Tage nach dem Treffen bei mir eintrudelte.