Seit 11 Jahren lebe ich nun in Mombach, und noch immer finde ich Ecken in meinem Stadtteil, die ich zuvor noch nicht gesehen habe. Dazu gehört das Naturdenkmal am Südlichen Ende der Straße „Auf der Langen Lein“. Das rund 4 Hektar große Waldgebiet befindet sich, von Mombach kommend, hinter einer rot-weißen Schranke, die ein wenig abschreckt, aber nur das Befahren mit Autos verhindern soll.

Eine rot-weiße Schranke am Eingang des Naturdenkmals.

Im Sommer reichen schon wenige Meter aus, um die Stadt hinter sich zu lassen, die Vögel zwitschern und die Blätter rascheln zu hören und mitten in der Natur zu stehen. Wenn die Bäume keine Blätter mehr haben, sind jedoch auch die Geräusche vom Fußballplatz auf Mombacher Seite beziehungsweise vom Verkehr auf Gonsenheimer Seite an der Erzberger Straße wahrnehmbar.

Schon seit Januar 1961 genießt dieses Stück Wald den Status als Naturdenkmal und soll somit nicht verändert werden.

Dennoch finden sich in dieser als „Quellgebiet mit Baumgruppen“ bezeichneten Fläche neben achtlos in die Natur geschmissenem Müll auch weitere Eingriffe, die vom Menschen verursacht wurden.